Deutsche wollen noch mehr Sex

Weltweit haben die Menschen durchschnittlich 103 Mal Sex im Jahr, in Deutschland 117 Mal – das ist bereits bekannt. Aber ist das auch oft genug? Global gesehen können nur 35% der Männer und 42% der Frauen von sich behaupten, sie hätten oft genug Sex.

In Deutschland haben nur 40% der Befragten so oft Sex, wie sie wollen!
In Nigeria (58%), Mexiko (56%) und Indien (53%) gab dagegen mehr als die Hälfte der Befragten an, häufig genug Sex zu haben.

Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle zweite Welle des Durex Sexual Wellbeing Global Surveys unter dem Titel „In The Bedroom“. Bei der größten Studie ihrer Art, durchgeführt im Auftrag des weltgrößten Kondomherstellers, Durex, haben mehr als 26.000 Menschen in 26 Ländern teilgenommen und Fragen zum Themenkomplex des sexuellen Wohlbefindens beantwortet.

Was ist los in Deutschlands Schlafzimmern? 60% der Deutschen hätten gerne häufiger Sex und nur die Hälfte (50%) findet, genügend Abwechslung im Sexleben zu haben. Vaginalverkehr ist nach wie vor der Klassiker unter allen Möglichkeiten des Liebesspiels bei 87% der Bundesbürger. Aktiver und passiver Oralverkehr gehört ebenso zum sexuellen Alltag im Schlafgemach (jeweils 71%). 70% der Befragten massieren sich, um in Stimmung zu kommen und auch Pornographie ist beliebt: Über die Hälfte der Deutschen (53%) heizt sich damit an.

Bei den sexuellen Wünschen rangiert Oralverkehr ganz oben auf den sexuellen Wunschzetteln derjenigen, die diesen nicht praktizieren – vor allem Männer wünschen sich ihn. Frauen steht der Sinn überwiegend nach zärtlichen Berührungen in Form sinnlicher Massagen.

Hierzu Frau Dr. med. Brandenburg: „Was den Umgang mit geheimen sexuellen Wünschen betrifft, sollte man sich trauen, dem Partner davon zu erzählen. Dem anderen eigene Wünsche zu erzählen, heißt auch nicht, sie unbedingt umsetzen zu wollen, sondern vielmehr sich mit dem eigenen sexuellen Profil zu zeigen. Daraus ergibt sich bei soliden Paaren nach anfänglicher Verunsicherung häufig ein Prozess, der in sexuelle Weiterentwicklung sowie eine Zunahme von emotionaler Intimität mündet. Ganz anders sieht es aus, wenn geheime Wünsche innerhalb der Paarbeziehung nicht veröffentlicht werden, und “draußen” mit anderen Partnern umgesetzt werden. Das ist die langfristig sehr viel beschädigendere Variante für eine Paarbeziehung.“

Datum: Freitag, 21. März 2008 10:01
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